Einsparung von Energiekosten durch Boiler-Entkalkung

Kennen Sie nicht Ablagerungen von Kalk an Wasserhähnen, Fliesen oder gar in Wassererwärmern ? Durch die Ablagerung von Kalk kommt es zu mehr Energieaufnahme der jeweiligen Geräte, welches wiederum einen erhöhten Stromverbrauch zur Folge hat. Ähnlich wie hier verhält es sich in Geräten, in denen ständig Warmwasser erzeugt wird, wie z.B. Boiler oder Wärmetauscher. Hier setzt sich Kalk auf dem Wärmeüberträger ab.

Die Kalkschicht wirkt wie eine Isolierung und verhindert die unmittelbare Erwärmung der jeweiligen Wärmequelle. Hohe Heiz- bzw. Energiekosten sind die Folge, unter Umständen sogar der Ausfall der kompletten Warmwasserversorgung. Um das zu vermeiden empfiehlt es sich, die Geräte in regelmäßigen Abständen entkalken zu lassen.

 

Boiler

Boiler für die Warmwasseraufbereitung werden am häufigsten verwendet und können mit nahezu allen Energieformen (Öl, Gas, Strom, Fernwärme, Solar, ect.) betrieben werden. Die chemische Entkalkung wird je nach Gerätetyp unterschiedlich durchgeführt. Eine Entkalkung eines Boilers ist in aller  Regel ca. alle 2 Jahre empfehlenswert.
Heizbündel welche in einem Boiler verbaut sind,  werden ausgebaut, abgefahren und in einem Säurebad eingelegt, um eine restlose Entkalkung zu erreichen.

Warmwasserboiler mit fest eingebautem Heizbündel oder Rohrschlangen werden mit Säure gefüllt, sodann eine Pumpe für die Entkalkung angeschlossen und der Boiler so lange mit Säure durchgespült bis kein Kalk mehr vorhanden ist. Im Anschluss an diese Arbeiten wird die Säure dann wieder abgelassen, ordnungsgemäß entsorgt und der Boiler so lange gespült bis keine Säurerückstände mehr feststellbar sind.

 

Wärmetauscher

Es gibt in den unterschiedlichste Varianten von Wärmetauscher, wie z.B. Platten-, Kompakt- oder Rohrbündelwärmetauscher. Diese Geräte funktionieren nach dem Durchlaufprinzip und dienen in der Regel der Warmwasserbereitung. Meistens beschicken Wärmetauscher einen oder mehrere Pufferspeicher. So ist ein ständiger Warmwasservorrat gewährleistet.
Wärmetauscher verkalken aufgrund der hohen Leistung und dem permanente Frischwasserdurchlauf oft sehr schnell. Eine Entkalkung kann deshalb schon nach sehr kurzer Betriebsdauer, je nach Anforderung sogar bereits nach sechs Monaten, notwendig sein.

 

Gegenstromapparate

Gegenstromapparate funktionieren wie der Name schon sagt nach dem Gegenstromprinzip und werden hauptsächlich zur Erwärmung des Heizwassers für die Gebäudeheizung verwendet. In diesem Fall liegt die Problematik weniger bei der Bildung einer Kalkschicht sondern mehr in den Schlammablagerungen aus dem Heizkreislauf.

 

Rohrleitungs- Reinigung/Entkalkung

Wasserführende Leitungen können sich im Laufe der Zeit mit diversen Rückständen zusetzen. Heizungsleitungen, vor Allem bei Fußbodenheizungen verschlammen unter Umständen im Laufe der Zeit. Warmwasserleitungen können teilweise so stark verkalken, dass keine Zirkulation bzw. kein Durchfluss mehr vorhanden ist.

Eine Möglichkeit diesem Problem entgegenzutreten ist die Erneuerung des Rohrleitungs-netzes. Dies ist jedoch mit sehr hohem Kostenaufwand bzw. Unannehmlichkeiten verbunden, da das Leitungsnetz i. d. R. unter Putz verlegt ist und zur Erneuerung die Wände bzw. die Böden aufgestemmt werden müssen.

Wir empfehlen deshalb die Leitungen mit extra auf die Werkstoffe und die Problemstellung abgestimmten Chemikalien im Spülverfahren zu reinigen. Im Anschluss an die chemische Reinigung wird die Anlage neutralisiert und passiviert, sodass das Leitungsnetz dann auch wieder für die Zukunft gegen Korrosion geschützt- und eine einwandfreie Wasserversorgung sichergestellt ist.